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	<title>Niklas bringt die Welt in Ordnung</title>
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		<title>Gegenwärtigkeit</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 19:36:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niklasbringtdieweltinordnung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einer der praktischen Impulse, die ich aus meiner (im letzten Artikel erwähnten) ersten Woche der Therapieausbildung im ZIST mitgenommen habe, ist das &#8222;Hier-und-jetzt&#8220;-Spiel. Ich habe es seitdem auch außerhalb mit Freunden ausprobiert und habe dabei wertvolle Erkenntnisse gesammelt, die mir immer wieder Freude machen. Das Spiel ist im Prinzip eine Übung in Gegenwärtigkeit und Präsenz. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=239&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einer der praktischen Impulse, die ich aus meiner (im letzten <a title="Artikel" href="http://niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/2011/11/28/beachtung/" target="_blank">Artikel</a> erwähnten) ersten Woche der Therapieausbildung im ZIST mitgenommen habe, ist das &#8222;Hier-und-jetzt&#8220;-Spiel. Ich habe es seitdem auch außerhalb mit Freunden ausprobiert und habe dabei wertvolle Erkenntnisse gesammelt, die mir immer wieder Freude machen.</p>
<p>Das Spiel ist im Prinzip eine Übung in Gegenwärtigkeit und Präsenz. Die Regeln sind folgende: Jeder Satz beginnt mit &#8222;Hier und jetzt&#8220;. Also &#8222;Hier und jetzt sitze ich an meinem Schreibtisch und verfolge, wie meine Hände diesen Satz tippen.&#8220; Nicht erlaubt sind Hilfsverben wie sein, haben, müssen, sollen und versuchen. Außerdem ist vernichtende Sprache nicht erlaubt, das heißt, immer wenn ich drauf und dran bin zu sagen, was nicht ist, stoppe ich mich und sage was stattdessen ist. Ich sag also nicht &#8222;Hier und jetzt fühl ich mich nicht wohl.&#8220; sondern &#8222;Hier und jetzt fühl ich mich angespannt.&#8220; Vergangenheit drücke ich mit &#8222;Hier und jetzt erinnere ich mich daran, dass&#8230;&#8220; aus und Zukunft mit &#8222;Hier und jetzt stelle ich mir vor, dass&#8230;&#8220; Auf die Weise mach ich klar, dass alles im hier und jetzt stattfindet und auch, dass ich wähle, mich zu erinnern oder mir vorzustellen &#8211; ich bin damit kein Opfer von Vergangenheit oder Zukunft, sondern verantwortlich für die Gegenwart.</p>
<p>Was dann zwischen zwei Menschen passiert, die das miteinander machen&#8230; nun ja, bei mir war es bisher sehr unterschiedlich. Mit ziemlicher Garantie kann ich sagen: Es passiert etwas Neues, etwas, das in der Routine der Kontaktgewohnheiten nicht vorkommt. Eine Sache, die ich auf die Weise sehr schnell merke ist, wie oft ich im Gespräch damit beschäftigt bin, bestätigende und ermutigende Reaktionen wie das typisch therapeutische &#8222;hm&#8220; und &#8222;ja&#8220; zu geben &#8211; auch wenn mich das vom anderen angesprochene Thema vielleicht gar nicht so anspricht. Oder positiv formuliert: Auch wenn ich mich angespannt fühle und meine Aufmerksamkeit ganz bei einem anderen Thema ist. Im Rahmen dieses Spiels hab ich&#8217;s jetzt so erlebt, dass ich das dann sagen konnte. Das ist erstmal komisch, weil der Gesprächsfluss fehlt und es wirkt, als würden die zwei Leute nicht miteinander reden. Aber in den Fällen, wo das so war, gab es früher oder später dann doch Interesse und Neugierde als Reaktion und ein Aufeinander-Einschwingen. Ein Freund bemerkte, dass man mit diesen Regeln weniger versucht ist, Geschichten zu erzählen, deren aktuelle Relevanz nicht klar ist, einfach weil es darauf weniger oder kaum Interesse gibt. Erst mit dem Bewusstsein, was es Hier und Jetzt bedeutet, mich an eine Geschichte zu erinnern, bekommt sie Lebendigkeit im Kontakt.</p>
<p>Ich freu mich sehr über den Rahmen, indem ich ehrlicher damit bin, was mich interessiert und was nicht. Und auch die erhöhte Wahrscheinlichkeit, diese Ehrlichkeit von meinem Gegenüber zu bekommen, freut mich und find ich aufregend. In zwei Fällen lief es sogar so, dass das Spiel mich und mein Gegenüber so in die Gegenwart gebracht hat, dass ich die Form nach einer Weile hinderlich fand und einfach jeder Satz nur so fließen konnte.</p>
<p>Ich erinnere mich an zwei Male, die mit mehr Anspannung verknüpft waren. Bei beiden lief es nicht so richtig, das heißt, ich hab was von mir mitgeteilt und als Antwort kamen Fragen. Im Gespräch darüber kam heraus, dass mein Gegenüber Bestätigung von mir wollte und überprüft hat, was sicher wäre , zu sagen oder worüber er/sie lieber den Mund halten will. Ich erinnere mich, wie bei mir alles eng wurde und ich am liebsten weg wollte. Daraus schließe ich, dass die ehrliche Reaktion eine Energieform ist, oder jedenfalls merke ich, dass ich sehr schnell müde und erschöpft werde, wenn ich im Kontakt keine Impulse beim anderen wahrnehme oder wahrnehmen darf. Das ist wie allein im Regen stehen und Wärme-Energie abzugeben, aber keine zurück zu bekommen: es wird nach einer Weile sehr kalt.</p>
<p>Außerdem hab ich erlebt, wie sich Leute gegen die Form und die Regeln gewehrt haben. Das bedauer ich, weil ich finde, dass die Form einen Rahmen für etwas bietet, was ich sonst nicht so häufig erlebe. Und dafür lohnt sich der Aufwand, meiner Einschätzung nach.</p>
<p>Ich mag euch alle auffordern, das mal mit einem guten Freund, einer guten Freundin auszuprobieren und mir dann zu schreiben wie es war!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/239/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=239&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Beachtung</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 16:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niklasbringtdieweltinordnung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Beachtung]]></category>
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		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit Anfang November bin ich endlich weiter auf meinem Weg und lasse mich am ZIST bei Wolf Büntig zum psychologischen Psychotherapeuten ausbilden. Ich freu mich sehr darüber, weil ich zuversichtlich bin, dort mehr von dem zu lernen, was ich schon jetzt am besten kann. Und weil ich so auch unter Leute komme, die meinen Weg [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=231&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Anfang November bin ich endlich weiter auf meinem Weg und lasse mich am <a title="ZIST" href="http://www.zist.de">ZIST</a> bei Wolf Büntig zum psychologischen Psychotherapeuten ausbilden. Ich freu mich sehr darüber, weil ich zuversichtlich bin, dort mehr von dem zu lernen, was ich schon jetzt am besten kann. Und weil ich so auch unter Leute komme, die meinen Weg teilen. Theorie (mit viel Selbsterfahrung) bekomme ich in Wochenblöcken vermittelt, 30 über insgesamt 5 Jahre, also 6 im Jahr. Aus dem ersten Block, der jetzt gut drei Wochen her ist, gehen mir mehrere Dinge in Herz und Kopf herum, deren Wert ich heute und in den letzten Tagen erneut gespürt habe und von denen ich erzählen möchte.</p>
<p>Eines von diesen Dingen ist das Thema Beachtung. Damit meine ich das Bedürfnis, gesehen zu werden, zu zählen, wahrgenommen zu werden. Ein Bedürfnis, dessen Erfüllung wohl ebenso lebenswichtig ist, wie die Erfüllung von Nahrung, Luft, Schlaf und Unterkunft. Das heißt, wird es nicht erfüllt, wird der oder die Betreffende krank und stirbt. Das klingt drastisch, aber ich glaub, dass eine Menge des Schmerzes, den Menschen miteinander haben, von diesem Bedürfnis abhängig ist. Und wenn das gänzlich fehlt, hören Leute z.B. auf zu essen (und zu wachsen, im Fall von Kindern), ziehen sich zurück, verlieren den Mut, etwas für sich zu tun und gehen dann daran zugrunde. Wolf Büntig hat <a title="hier" href="http://www.zist.de/arbeit/inhalt_art_buentig_beachtung.html" target="_blank">hier</a> einige der Phänomene, die mit Beachtung zu tun haben, beschrieben.</p>
<p>Aktuell freut mich das Thema, weil ich bei Wolfs morgendlicher Inspiration zum stillen Sitzen zum ersten Mal Beachtung mit dem Bemerken meines Atems und der Erde unter meinen Füßen, Beinen, Hintern in Zusammenhang gebracht habe. Stilles Sitzen (Meditation) praktiziere ich schon eine Weile, aber wenn ich ehrlich bin, hatte ich bei der Instruktion, mich auf den Atem zu konzentrieren immer auch die Frage &#8222;Und was soll das bringen?&#8220; Ich hab&#8217;s gemacht, aber auch eher mit der angespannten Erwartung, jetzt müsste doch auch was passieren. Wenn ich mich dann meinen Gefühlen und Bedürfnissen zugewandt habe, die ich hinter meinen Vorbeiziehenden Gedanken vermute, dachte ich immer, tu ich eigentlich was anderes, als was erwartet wird &#8211; und damit fühl ich mich in der Regel angespannt, weil ich ja mitbekommen will, worauf es eigentlich ankommt.</p>
<p>Ich hab in den Wochen seit dem ersten Block viel geübt und merke, wie gut es mir tut, durch den Atem zu bemerken, dass ich da bin. Einfach nur, dass ich da bin &#8211; ohne Frage ob das geht, oder mir das jemand erlaubt oder ob ich das verdient hätte. Darüber freue ich mich total! Und ich freu mich auch, wenn ich mich daran erinnere, wie dieses Bewusstsein bestimmte Gespräche erleichtert hat, in denen ich Beachtung vom anderen wollte, um mich sicher genug zu fühlen, etwas von mir preis zu geben. Statt das heimlich und manipulativ zu versuchen, hab ich zunächst mal nur auf den Atem gehört und gemerkt, dass ich da bin. Und damit kamen  Entspannung und Mut, mich zu zeigen.</p>
<p>Außerdem bin ich heute mal ohne Musik laufen gegangen und hab mir einfach Beachtung geschenkt, dem Atem zugehört, die Muskeln gespürt und meine Freude am blauen Himmel und der Sonne, die sich in dieser Jahreszeit kaum noch zeigt (vor allem tendenziellen Nachtmenschen wie mir nicht). Und das hat so gut getan! Ich erinnere mich, wie ich mich einfach nur gefreut habe und damit das Laufen und die körperliche Beanspruchung auch echt angenehm wurden.</p>
<p>Ein anderer Punkt aus den Morgenmeditationen, den Wolf auch erläutert hat und die mich heut noch freut, ist das Verbeugen vor und nach dem Sitzen. Ich erinnere mich, wie Wolf sagte, dass das Verbeugen gut täte, weil es eine Geste der Anerkennung von etwas größerem Ganzen sei, das uns halten und Geborgenheit spenden könne. Ich hatte das nie so gesehen, wahrscheinlich vor dem Hintergrund, dass vieles im Leben, das zunächst hält, nach einiger Zeit zu eng und zur Last wird. Und dieser Kampf, mich daraus zu befreien war zuweilen sehr anstrengend und leidvoll. Aber dass das so ist bedeutet, nicht, dass ich aufhöre Halt zu brauchen und Geborgenheit zu wollen. Die Frage bleibt nur, wo das in Freiheit geht. Und ich fühl mich dankbar für die Inspiration, weil ich hier Zuversicht fühle, dass der Himmel, der Geist, das Bewusstsein, Gott, Buddha, der Weg (Tao) wahrscheinlich groß genug für mich sind <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Schließlich erinnere ich mich noch daran, dass laut Wolf die Verbeugung auch eine Geste der Anerkennung vor dem großen Vorhaben ist, im hier und jetzt zu verweilen. Dazu mehr im nächsten Artikel.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/231/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=231&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das Wunder der Empathie</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Aug 2011 09:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niklasbringtdieweltinordnung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Immer wieder freue ich mich und staune ich über das Wunder der Empathie. Wenn ich den Begriff erklären soll, bin ich regelmäßig überwältigt von der Fülle an Bedeutungen und Definitionen, die ich von anderen gehört habe, von daher lasse ich das jetzt mal beiseite. Stattdessen möchte ich mich der Bedeutung widmen, die Empathie bisher in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=213&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder freue ich mich und staune ich über das Wunder der Empathie. Wenn ich den Begriff erklären soll, bin ich regelmäßig überwältigt von der Fülle an Bedeutungen und Definitionen, die ich von anderen gehört habe, von daher lasse ich das jetzt mal beiseite. Stattdessen möchte ich mich der Bedeutung widmen, die Empathie bisher in meinem Leben bekommen hat.</p>
<p>Für mich bedeutet Empathie ein Licht in der Dunkelheit, ein Weg, der mich zum Göttlichen in mir und anderen führt, wenn ich es (wieder einmal) vergessen oder übersehen habe. Ich habe ein paar richtig, richtig tiefe Erlebnisse mit Menschen in meinem Leben gehabt, in denen Empathie so einen enormen Unterschied bewirkt hat, dass ich gar nicht wüsste, wo ich heute stünde, hätte ich dieses Glück nicht gehabt. Mein erstes Erlebnis z.B. hat mich aus der heftigsten Panik nach dem Ende einer vierjährigen Partnerschaft in einen Zustand ziemlicher Ruhe und ziemlichen Friedens gebracht. Ich rief damals einen Bekannten (und heutigen Freund) aus der Szene der Gewaltfreien Kommunikation an, der mir für etwa eine Stunde zuhörte, Ich erzählte ihm, was geschehen war und wie furchtbar weh das tat. Und er hörte nicht nur zu, sondern das Besondere lag in der Qualität seiner Aufmerksamkeit. Er achtete darauf, dass ich Raum bekomme, vollständig zu fühlen, was an Gefühlen gerade durch mich durch stürmte. Wie ein Wind, der dem Segelschiff meiner inneren Erforschung Schub und Kraft verleiht, ohne selbst den Kurs zu bestimmen oder gewaltsam das Ruder herumzureißen. Auf diese Weise konnte ich meine Angst entspannen, mit den Gefühlen und der Hilflosigkeit alleine zu sein, sollte ich sie ganz an mich heranlassen. Das alleine ist mir schon unbeschreiblich viel wert, weiß ich doch nicht, wie menschliche Verbindung intensiver sein kann, als wenn ich voll bei meinen Gefühlen bin, während ich mich damit jemand anderem gegenüber öffne.</p>
<p>Im Rahmen dieser Verbindung verknüpfte er meine Gefühle mit meinen Absichten, Sehnsüchten, Bedürfnissen und Herzenswünschen. Das heißt, er hat den Gefühlen einen Boden gegeben, eine Richtung und einen Sinn &#8211; wie z.B. als es um meine Panik ging und er fragte, ob ich Angst habe, weil ich mir Geborgenheit, Liebe und Anbindung an andere Menschen in meinem Leben wünsche. Auf die Weise konnte ich spüren, welchen Sinn meine Angst hatte, welche Schönheit sie zu schützen versuchte. Es ziemlich schwierig, Panik zu haben UND in Kontakt mit der Schönheit von Dingen wie Geborgenheit, Liebe und Anbindung zu sein. Stattdessen stellte sich zunächst ein süßer, fließender Schmerz ein, ein Trauern und Bedauern um die vergehende Gelegenheit, die Erfüllung der Sehnsucht greifbar und jetzt zu erleben. Und im Kontakt mit der darunter liegenden Sehnsucht keimte gleichzeitig Hoffnung auf neue Möglichkeiten auf. Nach einer kurzen Weile gab es Frieden.</p>
<p>Ich glaube am heilendsten aber war, wie er meine Sehnsucht, Kontakt zu meiner damaligen schon-fast-Ex-Freundin herzustellen, die gerade Raum für sich brauchte, verstanden und gehalten hat. Er sagte mir nicht, dass sie jetzt Recht auf Ruhe hätte, oder dass es die Sache nur schlimmer machen würde, wenn ich ihren Wunsch nach Ruhe nicht respektierte. Nein, er fragte mich, ob ich gerade so verzweifelt sei, weil ich sie aus ganzem Herzen liebte und mir so wünschte, ich könnte diese Liebe auf eine Weise ausdrücken, die sie annehmen und verstehen könnte. Eine Weise, die sie nicht bedrohen würde, sondern nähren könnte. Diese Möglichkeit war über all den Streit, den Frust, die Verletzungen und die Enttäuschungen so verschüttet worden, dass ich den Glauben an meine aufrichtige Liebe verloren hatte. Und hier saß ich nun und bekam diese Frage gestellt&#8230; eine Frage, die die Welt bedeutet, wenn man keine Ahnung mehr hat, wo in all diesem Schlamassel die Liebe geblieben ist. Und eine Frage, die Hoffnung, Erleichterung und Mut gab, weil sie mir das Vertrauen in mein Herz zurückgab.</p>
<p>Der Zustand des Friedens hielt nach diesem Gespräch ein paar Tage an und wurde dann erneut herausgefordert. Und das seitdem viele Male. Auch habe ich schon Schwierigkeiten gehabt, Empathie anzunehmen, weil ich in meiner Orientierungslosigkeit manchmal ganz schön abhängig davon werden kann, dass jemand anderes errät, wie es mir geht. Und es gefällt mir gar nicht, wenn ich das nicht selbst auch hinbekomme. (Das Problem habe ich auch einigermaßen aufgelöst, gehe aber lieber an anderer Stelle darauf ein.) Jedoch die Möglichkeit, Empathie zu bekommen, wenn ich mal wieder im Nebel der Unklarheit umherwandere, hat mein Leben ein ordentliches Stück reicher, intensiver und klarer gemacht. Ich weiß z.B., wenn ich keine Ahnung habe, was mir gerade gut täte, dass es eine ordentliche Prise Empathie meist ganz gut trifft.</p>
<p>Aus der Dankbarkeit für die wiederholten Erfahrungen, die ich seitdem in meinem Leben mit Empathie gemacht habe, habe ich eine Menge Freude daran, denselben Raum auch anderen zu bieten. Ich liebe es, wenn aus dem Wust von Unklarheit und vielen verschiedenen Aspekten einer Situation langsam eine klare Herzensrichtung, eine tief gefühlte Sehnsucht, ein kostbares Bedürfnis zum Vorschein kommt. Meist erlebe ich durch den anderen dabei dieselbe Klärung wie derjenige, der durch den Prozess geht. Und es entsteht eine Art heiliger Raum, in dem nur die Frage gilt, was gerade für denjenigen wahr ist, auf den die empathische Aufmerksamkeit gerichtet ist. Aus diesem Raum heraus können dann klare und kraftvolle Entscheidungen getroffen, Verluste losgelassen und neue Möglichkeiten entdeckt werden.</p>
<p>Ich hoffe die Bedeutung, die Empathie für mich hat, ist hiermit deutlich geworden. Da ich auch gern aktiv etwas dafür tun möchte, dass es mehr Empathie in der Welt gibt, werden an der rechten Seite oben meine Kontaktdaten angezeigt. Wer neugierig ist oder schon eine Vorstellung vom Genuss der Empathie hat, kann sich gerne bei mir melden. Ich freue mich darauf und bin gespannt! <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/213/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/213/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/213/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/213/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/213/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/213/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/213/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/213/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/213/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/213/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/213/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/213/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/213/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/213/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=213&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Körperkontakt</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 14:01:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niklasbringtdieweltinordnung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Körperkontakt]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Verbundenheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich zu meinem letzten Übungsgruppentreffen der Gewaltfreien Kommunikation gefragt wurde, was die eigene Bereitschaft kultiviert, in empathischen, neugierigen Kontakt mit anderen zu gehen, habe ich spontan &#8222;Kuschelpartys&#8220; gesagt. Und ich meinte das ernster, als es erst aussah. Nach zehn Tagen Sommercamp im ZEGG bin ich bis letzten Dienstag weitere acht Tage in Berlin geblieben. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=196&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich zu meinem letzten Übungsgruppentreffen der Gewaltfreien Kommunikation gefragt wurde, was die eigene Bereitschaft kultiviert, in empathischen, neugierigen Kontakt mit anderen zu gehen, habe ich spontan &#8222;Kuschelpartys&#8220; gesagt. Und ich meinte das ernster, als es erst aussah. Nach zehn Tagen Sommercamp im ZEGG bin ich bis letzten Dienstag weitere acht Tage in Berlin geblieben. Berlin, so wie jede andere Großstadt auch, ist jedes Mal krass, wenn ich aus einer kleinen begrenzten Umgebung komme, wo Menschen ziemlich achtsam und aufmerksam füreinander sind. Die Begrenzungen sind weg und die Eindrücke potenzieren sich. Überall Menschen, die fühlen, die sich bewegen, die sich ausdrücken, aber (fast) alles unverbindlich und ohne Herzkontakt. Bei mir löst das in der Regel Stress aus, bis meine eigenen Stadt-Filter wieder aufgerichtet sind. Dann ist der Stress noch da, aber er tritt in den Hintergrund.</p>
<p>Während der Zeit in Berlin gab es Gelegenheit ein paar der Leute zu treffen, die ich im ZEGG kennengelernt habe. Wir verabredeten uns zu einem Barfuß-Tanzabend, aber als wir dann da waren, haben wir kaum getanzt, sondern uns auf die Matratzen im Ausruhraum gelegt und einen Kuschelhaufen gebildet. Ich hatte Körperkontakt zu mindestens vier (zwar neu kennengelernten, aber doch vertrauten) Menschen gleichzeitig und habe mich göttlich gefühlt. Irgendwas in mir hat sich dabei tief entspannt. Es gab nichts zu tun, bloß zu sein und den Kontakt zu genießen. Dabei öffnet und entspannt sich erst meine Kehle, die in meinem System eine Art Sicherheitsventil für den Selbstausdruck darstellt. Und wenn die offen ist, fühl ich mich sicherer mit mir selbst. Ich kann mich leichter auszudrücken und habe Vertrauen, dass das, was ich ausdrücken will, auch empfangen wird. Als nächstes öffnen sich dann mein Herz, mein Bauch und mein Schoß&#8230; Naja gut, nicht immer aber in dem Moment ging&#8217;s mir schon mal ziemlich gut.</p>
<p>Als ich danach durch Berlin ging, stellte ich fest, wie der Hintergrundstress verschwunden war, jedenfalls für eine Weile. Stattdessen gab es eine erstaunliche Ruhe, Freude und Großzügigkeit in mir. Ich hatte tatsächlich so viel Frieden in mir, dass ich Lust hatte, Menschen mit Neugierde zu begegnen, selbst wenn sie gerade sehr anders drauf wären, als ich. Also genau die Stimmung, die es für natürlichen, aufrichtig empathischen Kontakt braucht.</p>
<p>Vor dem Hintergrund dieser Erfahrung hat der Satz &#8222;Kuscheln für den Weltfrieden&#8220; plötzlich Sinn ergeben. Ich bin wirklich überzeugt davon, dass es dieser entspannte innere Frieden ist, der uns effektiv für Verbundenheit und Freude aneinander wirken lässt &#8211; genau wie ich Scilla Elworthy <a title="hier" href="http://niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/2011/08/01/nutzlich-fur-die-welt/" target="_blank">hier</a> zitiert habe.</p>
<p>Der Spruch &#8222;Make Love not War&#8220; passt im weiteren Sinne auch, wenn man es denn hinbekommt, die schöne, achtsame und entspannte Haltung beim Kuscheln auch in den Liebesakt mitzunehmen (was ja alles andere als selbstverständlich ist). Bevor ich diese Verknüpfung gemacht habe, kam es mir immer so vor, dass diese Hippies, die meinen, um Frieden auf die Welt zu bringen, sei es total wichtig, guten Sex zu haben, darin bloß eine super Rechtfertigung finden, auf unachtsame Weise ihren Geilheits-Impulsen nachzugehen. Mit der besagten Erfahrung wird mir aber klar, dass es dabei nicht um Sex an sich gehen muss, sondern um verbundenen Sex, oder Verbundenheit generell. Wann immer ich das hatte, bisher, hab ich gleich wesentlich mehr Energie gehabt, etwas Schönes in die Welt zu bringen. Ich hab das meine &#8222;Kinderzimmer-bauen-Energie&#8220; genannt. Und beim Kinderzimmer muss es ja nicht bleiben.</p>
<p>Ich geniere mich allerdings auch ein bisschen, das hier als neue Erkenntnis darzustellen. Für mich ist es in dieser Klarheit neu, aber ich stell mir vor, damit ein wenig wie ein verkopfter Exot dazustehen, gegenüber den Leuten, für die Körperkontakt selbstverständlicher ist, als er sich für mich und meinen Familienhintergrund darstellt. Ich habe lange so gelebt, dass ich, wenn ich den Wunsch nach Kontakt zu jemandem hatte, es erst gewagt habe, den auszusprechen, wenn ich eine akzeptable Rechtfertigung dafür parat hatte. Für einfachen Körperkontakt gibt&#8217;s aber kaum eine, jedenfalls keine verbale. In meiner Familie gibt es dafür irgendwie keinen Erfahrungshintergrund, der sagt &#8222;Das ist wertvoll, drücke es aus, wenn Du es möchtest und Du bekommst Antwort und Resonanz.&#8220; Stattdessen kam ich mir damit eher sehr verloren vor, als gäbe es keinen Weg, das je zu bekommen, wenn es mir gut tun würde.</p>
<p>Ich finde auch heute noch nicht einfach, dafür zu sorgen. Im Zweier-Kontakt mit einer Person, mit der ich nicht gerade eine monogame Beziehung habe, bringt das oft Komplikationen. Im ZEGG war es einfach, weil&#8217;s mehrere Menschen sind, die zu einem Anlass (z.B. Vortrag im Großzelt anhören) zusammenkommen und dann eben miteinander kuscheln. Da gibt&#8217;s eine Art Kultur, die das fördert und irgendwie leicht macht. Mit Freunden komme ich auf die Weise selten zusammen. Mein nächster Versuch wird sein, zu einer <a title="Kuschelparty" href="http://www.koelner-kuschelparty.de/termine.html" target="_blank">Kuschelparty</a> zu gehen, wo ich allerdings noch niemanden kenne. Mal sehen, was das gibt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/196/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/196/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/196/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/196/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/196/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/196/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/196/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/196/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/196/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/196/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/196/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/196/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/196/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/196/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=196&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ein Wort zur Theorie</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 11:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niklasbringtdieweltinordnung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gab eine Zeit, da ich von einigen Menschen gespiegelt bekommen habe, ich sei &#8222;sehr im Kopf&#8220;, wenn ich rede. Das zu hören hat mich für gewöhnlich furchtbar aufgeregt, weil ich so gar nichts damit anfangen konnte und dieses &#8222;Du bist ZU sehr&#8230; was auch immer&#8220; ja irgendwie impliziert, dass mit mir etwas nicht stimmt. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=190&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gab eine Zeit, da ich von einigen Menschen gespiegelt bekommen habe, ich sei &#8222;sehr im Kopf&#8220;, wenn ich rede. Das zu hören hat mich für gewöhnlich furchtbar aufgeregt, weil ich so gar nichts damit anfangen konnte und dieses &#8222;Du bist ZU sehr&#8230; was auch immer&#8220; ja irgendwie impliziert, dass mit mir etwas nicht stimmt. &#8222;Ja, was soll ich denn sonst sein?!?&#8220; war üblicherweise meine erste Reaktion. Ich bin auch heute noch ärgerlich darüber, dass ich selbst herausfinden musste, was dieser Satz bedeuten könnte, aber was sich als relativ klar herausgestellt hat ist folgende Übersetzung: &#8222;Wenn ich Dich über diese Theorie/diesen Gedanken reden höre werde ich unruhig und ein wenig ungeduldig. Ich bin sicher, dass Du mir damit irgendetwas persönlich Relevantes mitteilen willst, aber ich krieg&#8217;s nicht zu fassen. Ich würde gerne hören, was Du willst, was Du Dir wünschst, wie man Dir entgegen kommen kann, so dass ich Dich als Mensch erspüren kann.&#8220;</p>
<p>Seitdem ich das weiß, achte ich sehr genau darauf, ob, und wenn ja welche, persönliche Relevanz meine Gedanken haben und ob sie zur Verbindung mit anderen Menschen beitragen. Ich werde z.B. sehr unruhig, wenn ich von einer Theorie erzähle, die mich irgendwie fasziniert, ich aber nicht so recht sagen kann, warum das jetzt gerade für den Kontakt mit meinem Gegenüber wichtig ist. Genauso unruhig werde ich, wenn jemand anderes das tut und ich ihn nicht zu fassen bekomme. Ich werde unruhig, weil ich ja selber möchte, dass das Gespräch auf effiziente Weise zur Verbindung beiträgt. Und wenn ich ehrlich bin, sind Theorien, von denen ich erzähle, meist Stellvertreter, für eine Erfahrung, die mit dieser Theorie eine Legitimation bekommen hat. Ein witziges Beispiel ist, wie ich mit einer Frau unterwegs war, die ich sexuell attraktiv fand und mit der ich, statt von meinen Wünschen zu sprechen, eine theoretische Unterhaltung über Sex angefangen habe. Alles in der Hoffnung, sie möge doch von selbst auf diese Bedeutung kommen und mir die Unsicherheit ersparen, die volle Verantwortung für meinen Wunsch zu übernehmen und dann nicht zu bekommen, was ich will.</p>
<p>Vor dem Hintergrund verstehe ich die Aussage &#8222;Du bist mir zu sehr im Kopf.&#8220; auch als &#8222;Du brauchst keine Legitimation um mir zu sagen, was Du willst und brauchst. Ich würde es gerne einfach von Dir direkt erfahren.&#8220; Ich habe eine Weile gebraucht, bevor ich dem trauen konnte, aber jetzt bin ich sehr froh, dass ich schon seit einigen Jahren niemanden mehr habe sagen hören, ich sei ihm zu sehr im Kopf.</p>
<p>Ein Erlebnis, was mir diesen Zusammenhang zwischen Gedanken und Verbindung sehr deutlich gemacht hat, fand im Rahmen einer Mailingliste zur Gewaltfreien Kommunikation statt. Dort habe ich vor etwa 2 1/2 Jahren einen Beitrag zum Thema &#8222;Mann, das entbehrliche Geschlecht&#8220; geschrieben, ein Thema was ich auch <a title="hier" href="http://niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/2009/01/12/der-mann-das-entbehrliche-geschlecht-und-ein-deal-bei-dem-niemand-gewinnt/">hier</a> behandelt habe. Ich war so begeistert davon, dass ein gewisser <a title="Warren Farrell" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Warren_Farrell" target="_blank">Warren Farrell</a> sich der unbewussten Rollendynamik von Männern angenommen und darüber Bücher geschrieben hat &#8211; eine Sache, die es für Frauen schon eine ganze Weile gibt, bei der die Männer aber unterrepräsentiert sind. Ich bin mit der Diskussion in der Mailingliste nicht weit gekommen, sondern wurde schnell gefragt, was denn meine eigenen Erfahrungen mit dem Thema seien. Da fiel mir eine schmerzhafte Unterhaltung mit meiner früheren Partnerin ein, in der wir einander überhaupt nicht verstanden haben, sondern ihre Wut darüber, nicht ihren Weg als Frau so gehen zu können, wie sie gerne würde, zu einem Vorwurf an mich als Mann wurde. Jedenfalls hab ich das so aufgefasst. Und dann von Warren Farrell zu lesen, der die Ohnmacht von Männern in einer Rolle, die nicht selbst gewählt ist, beschreibt und ihr eine Stimme gibt, erleichtert und freut mich enorm, da es mich ermächtigt der Wut der Frau als ganzer Mann entgegen zu treten, sie hören zu können, ohne mich dann selbst zu verraten. Meine persönliche Öffnung wurde in der Mailingliste sehr begrüßt und ich habe gemerkt, dass ich damit eigentlich das Wesentliche gesagt hatte. Eine weitere Debatte darüber, inwiefern das nun stimmt, was Farrell schreibt und ob&#8217;s auch Gegenargumente gibt, war einfach nicht mehr interessant.</p>
<p>In diesem Sinne fordere ich euch auch zu einer Kultur auf, in der ihr schaut, inwiefern eure Gedanken mit eurem direkten Erleben in Verbindung stehen. Für welche Werte und Bedürfnisse treten sie ein? Was wollen sie sichtbar machen? Meine Erfahrung ist es, dass sich Debatten, Gespräche und Austausch viel lebendiger anfühlen, wenn diese Fragen im Fokus sind. Stellt euch vor, Politiker, Professoren und andere Experten würden über wichtige Sachfragen in der Welt auf diese Weise debattieren! Also immer mit Bezug zu direkt Erlebtem, statt auf die Frage hin, wer nun Recht hat. Was wäre das für eine Erleichterung!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/190/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=190&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Nützlich für die Welt</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 13:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niklasbringtdieweltinordnung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Scilla Elworthy]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstständigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[ZEGG]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einer Weile bin ich auf den Spuren meiner Berufung. Das heißt, ich entdecke nach und nach, wie ich das, was ich bisher gelernt habe, mit Freude, Elan und zum Nutzen anderer für Geld anbieten kann. Dazu zähle ich meine Fähigkeiten in der Gewaltfreien Kommunikation und mein Wissen bezüglich menschlichen Verhaltens und Entwicklung. Ich habe [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=184&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einer Weile bin ich auf den Spuren meiner Berufung. Das heißt, ich entdecke nach und nach, wie ich das, was ich bisher gelernt habe, mit Freude, Elan und zum Nutzen anderer für Geld anbieten kann. Dazu zähle ich meine Fähigkeiten in der Gewaltfreien Kommunikation und mein Wissen bezüglich menschlichen Verhaltens und Entwicklung. Ich habe bei meinen letzten beiden Aufenthalten im <a title="ZEGG" href="http://www.zegg.de" target="_blank">ZEGG</a> sehr oft gespiegelt bekommen, wie wertvoll diese Fähigkeiten für andere sein können und fühle mich ermutigt, sie an den Mann zu bringen. Da ich u.a. in meiner Universitätszeit viel Entmutigung erlebt habe (ich habe dort niemanden gefunden, der damit etwas machen wollte) finde ich das überhaupt nicht einfach, denn es beinhaltet, dass ich einfach mache, was ich will und mir niemand dafür Autorisierung oder Erlaubnis geben kann. Und wenn es niemanden interessieren sollte, ist das meine Sache &#8211; ich kann also die Entmutigung auch nicht ab- oder weiterleiten.</p>
<p>Eine andere Schwierigkeit ist meine Tendenz mich vom Fühlen abzukoppeln, wenn es stressig wird. Und wenn ich ein Seminar leite und denke, ich müsste jetzt was bieten, kann das schon mal Stress geben. Dann hab ich die Strukturpunkte im Kopf, hetze von einem zum nächsten und fühle mich nachher auf angespannte Weise leer. Ich möchte aber gerne genießen was ich tue <em>während</em> ich es tue. Das kann ich nur, wenn ich mich nicht von meinen Gefühlen abkoppel. Und dazu braucht&#8217;s eine innere Entspannung und die klare Ausrichtung auf die Qualität von Sein, Präsenz und Klarheit, zu der ich beitragen will.</p>
<p>Ich habe mich so gefreut, vor ein paar Tagen von <a title="Scilla Elworthy" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scilla_Elworthy" target="_blank">Scilla Elworthy</a>, die hier im ZEGG einen Vortrag zum Thema &#8222;Self-Knowledge and Global Responsibility&#8220; gehalten hat, zu hören, dass sie diese innere Entspannung und Sicherheit für die Bedingung dafür hält, nützlich für die Welt zu sein. Im Kontrast dazu stehen hungrige oder wütende Aktivisten, die viel an Energie und Effizienz dadurch verlieren, dass sie zwar wissen, wogegen sie sind, aber wenig Gespür dafür haben, wie das aussehen könnte, was sie erschaffen wollen. Und noch weniger Erfahrung damit. Ich tanke hier im ZEGG immer wieder auf und erlebe wie es ist, so viele Gelegenheiten zu Kontakt und Tiefe zu haben, dass ich mir keine Sorgen mehr darüber zu machen brauche, ob ich eingebunden oder versorgt bin. Und diese Entspannung ist es laut Scilla Elworthy, aus der heraus etwas Neues passieren kann. Das glaube ich selbst auch schon länger, gerate damit nur zuweilen in Stress, wenn ich mir sage, ich sollte möglichst schnell Geld verdienen. Ich bin also dankbar für die Bestätigung, dass ich auf einem guten Weg bin.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/184/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=184&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Emotionale Sicherheit</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 23:41:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niklasbringtdieweltinordnung</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bedürfnis]]></category>
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		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Szene der Leute, die die Gewaltfreie Kommunikation lernen hab ich schon öfter gehört, wie verschiedene Bedürfnisse diskutiert werden. Also diskutiert wird, ob ein bestimmter Begriff auch wirklich auf ein Bedürfnis verweist, oder vielleicht auch auf eine Strategie. Da geht es dann um Bedürfnisse wie z.B. Sex, Kontrolle, Macht und (emotionale) Sicherheit. Da diese [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=164&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="c4c292cc5329f44754da94_input">In der Szene der Leute, die die Gewaltfreie Kommunikation lernen hab ich schon öfter gehört, wie verschiedene Bedürfnisse diskutiert werden. Also diskutiert wird, ob ein bestimmter Begriff auch wirklich auf ein Bedürfnis verweist, oder vielleicht auch auf eine Strategie. Da geht es dann um Bedürfnisse wie z.B. Sex, Kontrolle, Macht und (emotionale) Sicherheit. Da diese Unterscheidung zwischen Bedürfnis und Strategie oft ziemlichen Einfluss darauf hat, ob und wie leicht sich Konflikte lösen lassen, kann ich gut verstehen, dass das interessant ist. Ich glaub aber, dass es letztlich nicht so wichtig ist, weil das, was jemand mit den Worten meint, von Situation zu Situation so unterschiedlich sein kann, dass die allgemeinen Definitionen (an die sich sowieso keiner hält) nur begrenzten Nutzen haben.</div>
<div></div>
<div>Ich mag trotzdem über den Begriff der emotionalen Sicherheit etwas schreiben. Bis vor einiger Zeit hat mir das gar nicht viel gesagt. Ich dachte, emotionale Sicherheit&#8230; das heißt doch, dass andere Leute sich nett und freundlich mir gegenüber verhalten sollen. Und in meiner desillusionierten Weltsicht, hab ich nicht damit gerechnet, dass jemand das vielleicht wirklich von Herzen will. Von daher kam es mir sehr abhängig vor, emotionale Sicherheit zu wollen. Z.B. von meiner Partnerin. Konkret heißt das da ja oft, dass sie keine anderen Männer toll finden soll. Oder dass sie mich nicht kritisieren soll. Oder dass sie immer bereit sein soll, mit mir ins Bett zu gehen. Passiert das nicht, bin ich sauer, oder enttäuscht, traurig, bis hin zu verletzt. Das gefällt mir nicht. Ich hab keine Lust darauf, also brauch ich Sicherheit davor. Das ist dann emotionale Sicherheit. Klingt großartig&#8230; aber die Frau, die das mitmacht und gleichzeitig vor Lebendigkeit sprüht hab ich noch nicht gefunden. Ist emotionale Sicherheit also ein Bedürfnis? Nein, dachte ich. So blöd kann die Natur (oder was auch immer sonst) das doch nicht eingerichtet haben.</div>
<div></div>
<div>Aber emotionale Sicherheit drückt ja eigentlich noch nicht viel mehr aus als eine gefühlte Qualität. Ich fühl mich emotional sicher, wenn ich innerlich ruhig bin, in Frieden und stabil, mich nichts so leicht aus der Bahn werfen kann. Und wenn doch, dann find ich das Gleichgewicht schnell wieder. Die Verhaltensweisen (und Personen, die sie ausführen), die dazu führen, dass ich mich so fühle, können aber ganz schön verschieden sein. Was ich gerade beschrieben hab, ist also eine Strategie. Genau gesagt heißt die: mir &#8216;ne Frau suchen, die immer so ist, dass ich ohne eigenes Zutun stabil und bestätigt bleibe. Oder auch nur mit Leuten verkehren, die mich nicht herausfordern, sondern entweder zustimmen oder schweigen (ohne dass ich es merke). Wenn mir diese Strategien nicht gefallen, muss das ja noch lange nicht heißen, dass es kein Bedürfnis nach emotionaler Sicherheit gibt&#8230; oder dass mir das nicht gefallen würde&#8230; so als Lebensqualität.</div>
<div></div>
<div>Was kann man also sonst tun? Ich bekam kürzlich über den ngfk-Yahoo-Verteiler eine Mail, in der Gabriele aus Gerlinde Fritschs Buch &#8222;Praktische Hilfe zur Selbst-Empathie&#8220; zitierte. Dieses Zitat geb ich euch jetzt mit freundlichen Dank an Gabriele weiter.</div>
<div></div>
<div>
<div></div>
<div>Bedürfnisse erfüllen:<br />
Emotionale Sicherheit<br />
Aus: Praktische Selbst-Empathie von Gerlinde Fritsch (gekürzt)</p>
<p>°  In guter Verbindung stehen zu meinen Gefühlen und Bedürfnissen- in  jedem Moment<br />
°  Loyalität gegenüber Abwesenden zeigen<br />
°  Auf meine innere Stimme (Intuition), das „komische&#8220; leise Gefühl  achten und ernst nehmen<br />
°  mich mitteilen, wenn ich traurig oder besorgt bin<br />
°  mich nicht darauf verlassen(= Sicherheit deligieren), dass andere  mich gut behandeln, sondern mich selber gut behandeln, indem ich auf  meine Bedürfnisse achte<br />
°  weil andere keine Gedanken lesen können: meine Bedürfnisse und Bitten  mitteilen<br />
°  anderen konkret mitteilen, was sie tun können zur Erfüllung meiner  Sicherheit<br />
°  selber eine Atmosphäre emotionaler Sicherheit kreieren: mitfühlend  reagieren<br />
°  langsam, Schritt  für Schritt auf andere zugehen<br />
°  die Anfangsphase einer neuen Beziehung langsam gestalten<br />
°  Abwägen, welche Bedürfnisse durch den Kontakt gestillt werden<br />
°  die Konsequenzen meines Handelns abwägen, statt spontan zu reagieren<br />
°  mich an meine Werte halten, unabhängig davon, was andere von mir  wollen<br />
°  auf ein Gleichgewicht von Geben und Nehmen achten<br />
°  nur soviel geben, wie für mich stimmig ist<br />
°  soviel nehmen, wie für mich stimmig ist<br />
°  andere nur mit Erlaubnis berühren und mich nur mit meiner  Einverständnis berühren lassen<br />
°  NEIN sagen zu Nahrung, Geschenken, Berührungen, Sex, wenn mir nicht  danach ist<br />
°  auf meine Körpersignale achten: Was sagt mein Körper, wenn ich mit  jemandem  zusammen bin? Bin ich entspannt und ruhig? Oder zieht sich etwas in  mir zusammen?<br />
°  mich mit Menschen umgeben, die mir wohl tun und von denen ich mich  nicht bedroht fühle<br />
°  anderen Menschen jegliche Macht entziehen, mich demütigen, anklagen  oder herabsetzen zu können, indem ich alles was sie sagen, höre als:„  Ich empfinde  Schmerz, eines meiner wichtigen Bedürfnisse ist nicht erfüllt. Was  brauche ich?&#8220;</p>
<p>Die Liste ist sicher erweiterbar&#8230; aber ich hab schon mit dem genannten genug zu kämpfen <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Schreibt ruhig dazu, wenn euch was einfällt.</div>
</div>
</div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/164/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/164/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/164/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/164/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/164/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/164/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/164/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/164/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/164/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/164/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/164/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/164/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/164/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/164/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=164&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Islam und moralischer Relativismus</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 02:09:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niklasbringtdieweltinordnung</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Integrität]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstbewusstsein]]></category>
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		<description><![CDATA[Diesen Text hab ich vor etwa einem Jahr geschrieben: &#8222;Ich hab heute eine Reaktion bekommen, mit der ich halb gerechnet hab, die mich aber trotzdem erschreckt. In der StudiVZ-Gruppe &#8222;Fragen und Antworten zum Islam&#8220; diskutiere ich mit einem anderen Gruppen-Mitglied zum Thema Aufklärung und ihre Folgen. Heute hab ich festgestellt, dass er meinen letzten Beitrag [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=109&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen Text hab ich vor etwa einem Jahr geschrieben:</p>
<p><em>&#8222;Ich hab heute eine Reaktion bekommen, mit der ich halb gerechnet hab, die mich aber trotzdem erschreckt. In der StudiVZ-Gruppe &#8222;Fragen und Antworten zum Islam&#8220; diskutiere ich mit einem anderen Gruppen-Mitglied zum Thema Aufklärung und ihre Folgen. Heute hab ich festgestellt, dass er meinen letzten Beitrag gelöscht hat. Mir war klar, dass mein Beitrag nicht mit dem Höchsten der Kommunikationskunst entsprach, da ich meinem Gegenüber letztlich sagte, er solle sich klarer ausdrücken und lernen, besser zusammen zu fassen was er meint. Er solle nicht das Opfer spielen.</em></p>
<p><em>Dass ich so nicht weiter komme hat etwas für sich, denn ich merke jetzt erst, wie viel Angst ich in der Diskussion habe. Ich hab versucht die Errungenschaften westlichen Gedankenguts (Aufklärung) bewusster zu machen, da sie heute vor dem Hintergrund von Kriegerischen Auseinandersetzungen, Gier und Finanzkrise gerne vergessen werden. Und ich bekomme als Antwort nur eine Erinnerung an Nationalismus, Rassismus, Imperialismus und Materialismus. Was mein Problem damit ist? Rein von der Debatte her zähle ich die Aufklärung immer noch zum Gegenpol dazu. Aber eine Ebene tiefer hab ich Angst die Diskussion zu &#8222;verlieren&#8220;. Ich hab Angst vor einem Verlust an Freiheit und Integrität. Und das immer, wenn ich mit Muslimen zu tun habe. Ich sehe nicht, wie ich integer und frei bleiben kann, sollten sich muslimische Regeln, wie sie gerne in all ihrer Strenge verstanden werden, durchsetzen. Und ich kann nicht mal genau sagen, welche Regeln. Man kann mir vorwerfen, den Islam nicht genau genug zu kennen. Das ist aber alles egal, denn meine Angst lindert es nicht. Es ist keine Angst vor dem Islam, es ist Angst um meine Integrität und Freiheit. Und die Angst, dass ich mit Muslimen nicht zusammenleben kann, während ich meine Position vertrete und meiner Perspektive auf die Welt eine Stimme geben. Dass die Konsequenz in so einer Gesellschaft der ähneln würde, die ich erlebe, wenn mein Beitrag gelöscht wird: Ohnmacht und Hilflosigkeit, die zunächst mal Wut schürt, hinter der sich wiederum Angst verbirgt.</em></p>
<p><em>Wie kann ich auch nur hoffen zu Frieden und Verständigung beizutragen, so lange ich nicht weiß, wie ich auch unter solchen Umständen meinen Sinn für meine Freiheit und Integrität bewahren kann? So lange es wie Verrat an meinen Werten wirkt, wenn ich mich auf die Position der anderen Seite zu bewege? Wie kann ich hoffen, dass andere, die diese Angst mit mir teilen, sich konstruktiv am Dialog der Kulturen beteiligen, wenn ihre Angst nicht gehört wird und ihre Werte der Integrität und Freiheit keinen Platz bekommen?</em></p>
<p><em>Barack Obama spricht von einem Empathie-Defizit, einen Mangel der Fähigkeit, eine Weile in jemandes anderen Schuhen zu gehen. Ich glaube, es ist zunächst ein Selbst-Empathie-Defizit. Denn ich kann mich nicht in jemanden hineinversetzen, wenn ich das so erlebe, als gäbe ich mich dabei auf! Als wäre das wie Selbstmord. Und ich sollte mich nicht wundern, wenn andere das auch nicht können. Dafür brauche ich Klarheit über meine Ressourcen, so dass ich großzügig mit meiner Aufmerksamkeit und meinem Verständnis sein kann, ohne dabei zu verlieren, sondern spüren kann, dass ich an Verbindung und Verbundenheit gewinne.&#8220;</em></p>
<p>Ich hab seit damals die Diskussion im StudiVZ-Forum nicht wieder aufgenommen. Ich hatte keine Lust, mich dem wieder auszusetzen. Aber wichtiger ist die Frage, was meine Position eigentlich ist. Henryk M. Broder, der SPIEGEL-Autor, hat sein Buch dazu &#8222;Hurra, wir kapitulieren!&#8220; genannt. Damit meint er, dass die Angst, rassistisch zu sein, dazu führt, dass sich westliche Länder in Europa vom moralischen Absolutheitsanspruch des Islams überrollen lassen. Die Angst, als Rassist zu gelten, kenn ich, aber ist die Bedrohung so immanent?</p>
<p>Sam Harris hat in diesem TED-Auftritt dem moralischen Relativismus etwas Prägnantes entgegen gesetzt:</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/2010/04/20/islam-und-moralischer-relativismus/"><img src="http://img.youtube.com/vi/Hj9oB4zpHww/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Sein Punkt ist, dass moralische Vorstellungen immer abhängig sind von Annahmen über die Welt, über Menschen und die Konsequenzen von Handlungen. Und dass die Erkenntnisse, die wir durch die wissenschaftliche Methode sammeln, diese Annahmen verändern. Beispielsweise kümmern wir uns nicht um einen Stein wie um eine Katze, da wir annehmen, dass eine Katze ein breiteres Spektrum an Freud und Leid erleben kann, als ein Stein. Basierend auf dieser Annahme, halten wir es für vertretbar, eine Katze zu versorgen und sie nicht gegen die Wand zu schmeißen oder dergleichen. Genau das gleiche gilt für unsere Umgangsregeln mit Menschen. Um das in Kriegsfällen zu umgehen, ist das erste was man braucht, damit Krieg überhaupt stattfinden kann, ein Feindbild, welches den Gegner zu einer leblosen Puppe reduziert. Ab da wird es tragbar, ihn oder sie umzubringen, vorher nicht.</p>
<p>Im Kontakt mit dem Islam seh ich bei mir das größte Problem darin, dass ich genau so einen Maßstab brauche, um meiner Position zu trauen. Also einen Maßstab, von dem ich sage, dass ich ihn universell anwende und das auch vertreten kann, ganz egal, was die kulturelle Zugehörigkeit ist. Diejenigen von euch, die mich kennen, wissen, dass ich durchaus so eine universelle Moral habe, aber es gibt Bereiche, wo ich sie nicht ganz integriert hab. Diese Sache mit dem Islam-Forum von vor einem Jahr, gehört dazu.</p>
<p>Besonders gefallen an Sam Harris&#8217; Auftritt hat mir der Satz, wer wir denn seien, zu behaupten, wir wüssten nicht genug über das, was Menschen hilft, sich zu entfalten und aufzublühen, dass wir es tolerieren, wenn Frauen (und Männer) in ihrer Ehe geschlagen werden und Väter vor Scham ihre Töchter töten, nachdem diese vergewaltigt wurden. Und ich will das nötige Selbstbewusstsein, um hier eine universelle Grenze zu ziehen, unterstützen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/109/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=109&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Defiance</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 01:34:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gerade laufen noch die Credits des Films &#8222;Defiance&#8220; mit Daniel Craig in der Hauptrolle und ich bin berührt und inspiriert, etwas zu schreiben. Eigentlich weiß ich noch gar nicht genau was. Irgendwas wird da ganz tief in mir angesprochen. So viele Dinge auf einmal, dass ich fürchte, ihnen mit einer Ordnung, wie es die Linearität [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=152&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade laufen noch die Credits des Films &#8222;Defiance&#8220; mit Daniel Craig in der Hauptrolle und ich bin berührt und inspiriert, etwas zu schreiben. Eigentlich weiß ich noch gar nicht genau was. Irgendwas wird da ganz tief in mir angesprochen. So viele Dinge auf einmal, dass ich fürchte, ihnen mit einer Ordnung, wie es die Linearität der Schrift verlangt, Gewalt anzutun. Ich möchte einfach keinen Aspekt von dem, was ich gerade fühle, aus den Augen lassen&#8230;</p>
<p>Die Geschichte erzählt von Juden im damaligen Ostpolen (heute Weißrussland), die zwischen 1941 und 1944 die Überfälle und Hinrichtungen der Deutschen überlebt haben. Dabei haben drei Brüder die führende Rolle gespielt, Asael, Zusia und Tuvia Bielski. Rund 1200 Menschen haben dank ihnen den Krieg überlebt. Der Film konzentriert sich auf die Anfangszeit, Flucht vor den Nazis und deren Kollaborateuren, Camp-Aufbau, wieder Flucht, Kampf, Flucht, relative Ruhe für eine Weile, dann wieder Kampf und Flucht&#8230; das für diejenigen unter euch, die den Film nicht kennen. Mir geht es aber weniger so sehr um den Inhalt, als um die Themen, die darunter liegen und die der Film in mir anspricht.</p>
<p>Es ist gar nicht leicht, das an die Oberfläche kommen zu lassen. Es gibt viele Stimmen in mir, die die Handlung trivialisieren und das, was mich da bewegt, in ein Cliché pressen. Und vielleicht ist es das auch&#8230; aber es geht eben auch um durch und durch menschliche Dinge: Um das Recht zu leben! Um die Gewissheit, dass es sich lohnt, darauf zu bestehen und diese Position zu halten! Und um die Präsenz und Klarheit, die den Raum schafft, in welchem andere das auch in sich spüren können!</p>
<p>Das berührt das Maskuline in mir, die Seite, die Kontakt zu meinem tiefsten Sinn sucht, zu etwas, was mir Richtung gibt, Kraft gibt, mein Leben lebenswert macht. Ich bin sehr dankbar dafür, nicht für mein Recht auf Leben kämpfen zu müssen. Jedenfalls nicht das Leben, was durch Nahrung, Schutz, körperliche Sicherheit, soziale Kontakte und Unterstützung durch andere gelebt werden kann. Und gleichzeitig fühl ich, wie ich erst richtig lebendig werde, wenn es so etwas gibt, was meinen gesamten Einsatz fordert. Eine Vision, die so schön und wertvoll ist, dass ich bereit bin, alles dafür zu riskieren. Was könnte das heutzutage und in unseren Breitengraden sein? Was immer es ist, es bringt mich in Kontakt mit dem Tod, mit dem Erneuerer, dem, der in jedem Moment alles ändern kann, ohne dass ich darauf vorbereitet sein kann. Dieser Tod ist es, den das Maskuline in mir sucht. Es ist eine Welle, auf der ich surfe und bei der ich jederzeit vom Surfbrett fallen und sterben kann. Und auch wenn das morbide klingt, es ist höchste Lebendigkeit, in solchen Moment sowohl vollkommen fokussiert auf die Vision zu sein, als auch total offen für jede kleinste Veränderung in den Umständen. An dieser Stelle finde ich meinen Sinn.</p>
<p>Diesen Sinn gibt es bei Defiance auch, auch wenn er simpler ist, als was mir heute vorschwebt: die Menschen vor der Ermordung retten, sie an einen Ort führen, wo sie überleben können, bis sie frei sind von der Angst, jeden Moment überfallen und getötet werden zu können. Und es macht mir Freude zu verfolgen, wie Tuvia, Zus und Asael auf dem Brett bleiben&#8230;</p>
<p>Ich hab in letzter Zeit ein paar Filme gesehen, die mir genau diese maskuline Position nahe gebracht haben, darunter &#8222;Black Hawk Down&#8220; und &#8222;The Hurt Locker.&#8220; Es ist einerseits eine Welt, die mir fremd ist, weil ich nie im Militär war. Und gleichzeitig ist es Teil der kollektiven maskulinen Erfahrung (das schließt auch Frauen mit ein), für eine größere Sache einzutreten und ihr zu dienen. Und ich halte sie für einen sehr wichtigen Aspekt eines jeden integrierten Menschen. Zuvor hab ich Kriegsfilme eher durch die pazifistische Brille gesehen und mir über die brutalen Grobiane die Haare gerauft. Momentan bemerk ich aber mehr Verständnis und Mitgefühl für Soldaten, selbst wenn ich die Situationen, in denen ich sie sehe, ihre Handlungen und deren Konsequenzen betrauere. Da wird etwas wach, was sich unglaublich gut und lebendig anfühlt, wie ein Stromkreis der sich schließt: Ich kann etwas tun, für eine Sache, an die ich glaube. Sowohl meine Kompetenz, als auch die Vision sind Teil dieses Stromkreises und wenn eines der beiden Dinge fehlt, klappt&#8217;s nicht. Aber wenn der Kreis geschlossen ist, strömt Energie durch mich durch, ohne dass die Ressource sich erschöpft. Ich hab gehört, dass das auch die Erfahrung vieler Soldaten ist und dass diese Erfahrung es ihnen oft sehr schwer macht, wieder zurück zu kommen und etwas anderes zu tun. Dafür bräuchten sie wieder sowohl eine Vision, als auch die Kompetenzen, dieser Vision dienen zu können. Und das kostet in vielen Fällen Entwicklung. Darum wohl auch die Geschichten von Generälen, Ministern oder Präsidenten, welche auf Krieg aus sind, selbst wenn das unzählige Menschenleben und Ressourcen kostet. Den Stromkreis zu schließen fühl sich so ekstatisch an, dass alles andere wenig zählt&#8230;</p>
<p>Das führt notwendigerweise zu der Frage, welche Vision heutzutage für Männer und Frauen in westlichen Ländern angemessen ist, welche Vision wirklich wem dient. Und was es dafür für Kompetenzen braucht. Von meiner Perspektive aus ist die Welt ziemlich komplex und was dem einen dient, dient dem anderen in seiner Lage überhaupt nicht. Don Beck, der Spiral Dynamics entwickelt hat, hat auf den Spruch von Gandhi &#8222;Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst.&#8220; geantwortet &#8222;Aber was, wenn diese Veränderung nicht die ist, die die Welt braucht?&#8220; Ich werde das ein andern Mal weiter erläutern, aber für hier heißt das, dass ich für mich sehr klar darin sein will, dass das, was ich anzubieten habe wirklich mit dem zusammen passt, wo ich es hinbringen will.</p>
<p>Und was wäre das? Ich studiere Psychologie und mein Weg geht definitiv in die Richtung, etwas für die Seele, die Entwicklung, das Bewusstsein der Menschheit zu tun. Vor kurzem noch hatte ich eine Unterhaltung mit einer Freundin, worin wir feststellten, dass die Begriffe heilen und lehren eine Veränderung  anderer Menschen implizieren, die ich gar nicht bewirken kann. Viel besser schien es uns, davon zu sprechen, Erfahrungsräume anzubieten, in welchen Menschen mehr ihrer selbst, ihres Potenzials, ihrer Tiefe und Schönheit entdecken können. Das sind oft verletzte und verletzliche Anteile, die lange begraben waren und deren Schönheit wiederentdeckt werden muss, bevor ein Mann oder eine Frau darauf vertrauen kann, dass das da ist. Und ich will mit dieser Schönheit tanzen! Ich will sie herauslocken und Menschen dahin führen, wo sie ganz offensichtlich ist! Das bedeutet, die Position zu halten, dass wir alle ein Recht auf ein volles Leben haben, in welchem sowohl unsere Kraft als auch unsere Verletzlichkeit Platz haben und gefeiert werden!</p>
<p>Damit bin ich wieder bei Defiance und derselben schützenden, führenden Haltung, die mich dort berührt hat&#8230;</p>
<p>Nicht verschweigen möchte ich noch meine wiederholte, tiefe Trauer über den zweiten Weltkrieg und den Holocaust. Als Unter-Tenor ist das irgendwie immer dabei und darf es auch sein. Der Film erinnert an die Blindheit für die Schönheit jeglichen Lebens und stärkt mich in meiner Aufgabe, Klarheit und Licht dazu zu bringen. Viel mehr kann ich dazu nicht sagen, nur, dass ich gern an die Trauer erinnert werde, da sie auch dazu anhält, das Leben zu feiern, welchem nicht gedient wurde&#8230;</p>
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		<title>Warum offene Beziehungen?</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 01:31:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niklasbringtdieweltinordnung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Kontakt]]></category>
		<category><![CDATA[offene Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Polyamorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe ja schon ein paar Mal etwas zur Möglichkeit einer offene Beziehung geschrieben. Ich will gerne noch ein paar Differenzierungen aufschreiben, die mir in letzter Zeit klarer geworden sind und die mir sehr wichtig erscheinen, damit sowas funktionieren kann. Was bedeutet Beziehung? Zunächst mal will ich eigentlich gar nicht das Wort Beziehung benutzen, da [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com&amp;blog=2366179&amp;post=148&amp;subd=niklasbringtdieweltinordnung&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe ja schon ein paar Mal etwas zur Möglichkeit einer offene Beziehung geschrieben. Ich will gerne noch ein paar Differenzierungen aufschreiben, die mir in letzter Zeit klarer geworden sind und die mir sehr wichtig erscheinen, damit sowas funktionieren kann.</p>
<p><strong>Was bedeutet Beziehung?</strong></p>
<p>Zunächst mal will ich eigentlich gar nicht das Wort Beziehung benutzen, da es ziemlich die Kommunikation erschweren kann &#8211; also ich sag&#8217;s und ihr stellt euch was ganz anderes, oder sehr eigenes darunter vor, was aber andere Implikationen hat, als das, was ich meine. Ich hab kürzlich eine schöne Unterhaltung darüber gehabt und dabei die Inspiration bekommen, nicht von einer Beziehung zu sprechen, sondern einer Entwicklung und dem momentanen Wunsch, zusammen zu SEIN. Also, es geht um sehr konkrete Dinge, die man gerne miteinander tun bzw. sein will. Das kann heißen, sich über die tiefsten Herzenswünsche auszutauschen, zusammen zu kochen, einen Spaziergang zu machen, sich zu küssen, gemeinsam die Wohnung zu putzen, eine Fernsehserie zu verfolgen, miteinander zu schlafen, von schönen und weniger schönen Erinnerungen zu erzählen, gemeinsam eine NGO zu gründen, den anderen für&#8217;s Bei-Sich-Ankommen alleine zu lassen, zusammen nach Bhutan zu reisen, gemeinsam zu lachen, zu weinen und still zu sein&#8230; ist das Leben nicht voller schöner Möglichkeiten?</p>
<p>Ich war mal in der Situation, wo ich sagte, dass ich eine Beziehung mit einer Frau wollte und sie sich dagegen heftigst gewehrt hat. Damals war mir noch nicht klar, was Beziehung bedeuten kann und welche Assoziationen daran festhängen. Aber ich hab mich relativ schnell gefragt:</p>
<p>&#8222;Was meine ich konkret damit? Was will ich? Und vielleicht ist das, was ich will, gar nicht so anders, als was sie will, bloß nennt sie&#8217;s anders? Und selbst wenn das nicht so ist, vielleicht ist das, was wir wollen, auf konkreter Ebene verhandelbar?&#8220;</p>
<p>Ich hab nicht mehr viel Zeit mit dieser Frau verbraucht, aber ich merke in jedem Fall, dass ich gerne sehr genau weiß, was ich im Zusammensein mit einem anderen Menschen tun will, denn sonst gerate ich schnell in die Falle, dass ich und die andere Person in einer Beziehung eine Rolle bekommem, der wir gerecht werden &#8222;sollten&#8220;. Und das ist meist keine Rolle, die wir freiwillig wählen würden, womit wir üblicherweise Angst um unsere Autonomie bekommen. Und unter diesen Umständen fällt es schwer, das Geben und Empfangen von Herzen zu leben, was ich mir wünsche.</p>
<p>Von daher scheint mir das also als erstes wichtig zu sein: den Begriff &#8222;Beziehung&#8220; in konkrete Vorstellungen zu übersetzen, die eine konkrete Realität haben, beobachtbar und machbar sind. Darüber können wir uns verständigen. Alles andere ist nicht machbar, also auch nicht verhandelbar. Ich glaub, da verrennen sich unzählige Menschen&#8230; und werden sehr unglücklich dabei, weil sie letztlich nicht bekommen, was sie wollen, weil sie&#8217;s nicht sagen können&#8230;</p>
<p><strong>Offene Beziehungen</strong></p>
<p>Wenn ich also weiß, was ich mit einer Beziehung, bzw. Zusammensein mit einer Person meine, kann ich mich fragen, was hier &#8222;offene Beziehung&#8220; bedeutet. Und da merke ich, braucht es nicht nur Klarheit darüber, was ich da konkret tue und will, sondern auch, was meine Motive sind.</p>
<p>Konkret stell ich mir darunter zunächst mal vor, dass ich Intimität mit mehr als einer Frau leben kann (also mit ihr kuscheln, sie küssen, mit ihr schlafen, je nachdem), ohne dass das das Zusammensein mit den anderen Frauen, die mir nahe sind, grundsätzlich in Frage stellt. Das sind meistens die heißen Themen. Es kann natürlich auch um Zusammenwohnen, Kinder kriegen und dergleichen gehen, aber das klammer ich erstmal aus.</p>
<p><strong>Die Rolle der Liebe</strong></p>
<p>Warum sollte man sowas wie eine offene Beziehung wollen? In <a href="http://http://niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/2009/06/20/der-mythos-der-anderen-halfte/">&#8222;Der Mythos der anderen Hälfte&#8220;</a> hab ich beschrieben, wie für viele Menschen Liebe zu bedeuten scheint, endlich vollständig zu sein. Und dass es eine Verwirrung darüber gibt, woher diese Vollständigkeit kommt. Für gewöhnlich wird das wunderbare Gefühl des Sich-Öffnens und freimütig Zeigens bestimmten Eigenschaften des geliebten Menschens zugeschrieben. Also, ich bin vollständig, weil ich dich hab und du so und so bist. Ich hab dem entgegen gesetzt, dass es mehr darum geht, dass ich mich in Gegenwart eines anderen Menschen voll erlebe und ohne Scham oder Angst, mich ganz zu zeigen. Statt der Scham fühl ich dann meine eigene Schönheit und die des anderen. Und dann bin ich gern mit der Person zusammen, um das erleben und gemeinsam genießen zu können. Der Unterschied liegt darin, dass ich im letzteren Fall mehr Kontrolle und Verantwortung dafür erkenne, dass ich mich so öffne.</p>
<p>Wahrscheinlich haben wir das alle mal mehr oder weniger erlebt. Vielleicht nicht in der Tiefe, vielleicht auch nur ganz kurz, vielleicht wurde auch nur mal die Sehnsucht danach wach, die Möglichkeit erschien am Horizont, ohne dass sie sich erfüllt. Vielleicht aber ist euer Leben auch voll von solchen Begegnungen. Ich wünsche es euch zumindest. Aber je nachdem, was ihr damit erlebt habt, werdet ihr wahrscheinlich unterschiedliche Haltungen gegenüber Intimität und Nähe gegenüber anderen Menschen haben. Und mir scheint, dass zwei sehr unterschiedliche Haltungen sich beide mit einer offenen Beziehung vertragen.</p>
<p><strong>Offenheit als Flucht</strong></p>
<p>Die eine Haltung, die ich präkonventionell nennen will (relativ zur Konvention der Monogamie), entsteht aus dem Erlebnis, einem Menschen sehr nah gekommen zu sein, die Sehnsucht nach Liebe in voller Wucht gefühlt zu haben und dann&#8230; alleine gelassen worden zu sein. Wenn ich diese Sehnsucht komplett diesem Menschen zuschreibe, der sie ausgelöst hat (und selten sieht jemand einen anderen Weg, denn schließlich lernen wir Liebe ja durch die Begegnung mit bestimmten Menschen kennen), dann ist es wahrscheinlich, dass wir aus diesem Erlebnis Schlussfolgerungen ziehen. Diese bestimmen dann unsere Haltung zu unserer eigenen Sehnsucht, unserem Bedürfnis nach Liebe, zu anderen Menschen und der Welt als ganzem. Und ein Satz, der besonders förderlich wäre für den Wunsch nach offenen Beziehungen im präkonventionellem Sinn, ist: &#8222;Wenn ich meine Sehnsucht voll zeige, verliere ich denjenigen, der mir da gegenüber steht.&#8220; Um dem aus dem Weg zu gehen, lasse ich mich dann auf niemanden mehr wirklich ein. Also keine Frau kann mir so nahe kommen, dass sie meine Sehnsucht berührt, denn &#8222;sie hielte das ja gar nicht aus und ich wäre wieder alleine &#8211; was nur bestätigen würde, dass mich niemand lieben kann.&#8220; Mit mehreren Menschen körperliche Intimität zu teilen, wäre dann ein Weg, diese potentiell bedrohliche Situation zu meiden und zumindest immer einen Ausweg zu einer anderen Frau zu haben, falls es mit der einen heikel wird. (Ich schreibe das aus männlicher Perspektive, für Frauen gilt das natürlich genauso.)</p>
<p>Ich nenne das präkonventionell, weil mir, abgesehen von ehemals politischen und noch immer brandaktuellen Kindererziehungs-Gründen, die Monogamie als Konvention den Sinn zu haben scheint, eine gewisse Tiefe im Kontakt zu erlauben. Das heißt, wenn die Kontinuität des Zusammenseins einigermaßen gewährleistet ist, ist es sicher genug, mehr von mir zu zeigen und ein Vertrauen darin zu entwickeln, dass der andere wirklich gern empfängt, was ich von mir zeige. Gerade, wenn ich das gar nicht gewohnt bin, kann die Kontinuität sehr wichtig sein, bevor ich bereit bin, mich zu öffnen. Wir nennen das für gewöhnlich Treue. In einer offenen Beziehung präkonventioneller Art gibt es aber keinen Rahmen dafür, sondern der Sinn ist gerade, diesen tieferen Kontakt zu vermeiden. Kinder hätten in dieser Umgebung wohl auch wenig zu suchen, bzw. wäre es sehr schwer einen stabilen Rahmen für sie zu bekommen.</p>
<p><strong>Offenheit als Überfluss</strong></p>
<p>Mir ist wichtig, diesen sicheren Rahmen zu schaffen und auch, ihn für mich zu haben. Diesen Teil der Konvention möchte ich mitnehmen, wenn ich mich frage, wie Zusammensein für mich aussehen soll. Denn ich möchte sehr gern diesen tiefen Kontakt erleben, bei dem sich mein Herz ganz weit öffnet und ich den Mut habe, all meine Sehnsüchte preis zu geben. Ich merke nur, dass, wenn sich dieser Kontakt tatsächlich herstellt, ich ihn nicht nur mit einer Person teilen will. Nicht, weil mir das nicht genug wäre und ich nach mehr giere, sondern, weil ich so reich beschenkt bin, dass ich vor Offenheit und Liebe überfließe. Es ist eine enorme Inspiration, bei jemandem <strong>ganz</strong> anzukommen. In dieser Inspiration und diesem Reichtum, werde ich sehr großzügig, verliere die Angst hinter meiner Eifersucht und werde neugierig auf Menschen, die ich vielleicht sonst nicht so leicht an mich ranließe. Ich hab noch nie Ecstasy genommen, aber den Beschreibungen nach ist das genau so, bloß ohne die Nebeneffekte&#8230;</p>
<p>Das nenne ich also den postkonventionellen Grund dafür, eine offene Beziehung führen zu wollen. Er beruht gerade auf der tiefen Begegnung mit einer bestimmten Person und der Kontinuität, dem gemeinsamen Wachstum und der Entwicklung und einem Umgang miteinander, der darauf ausgerichtet ist, diese Tiefe und Offenheit zu pflegen. Als postkonventioneller Grund schließt er außerdem das Vertrauen mit ein, was in der Monogamie gesucht wird, definiert aber das Wort Treue um in Treue zu sich selbst und Transparenz mit dem anderen. Das fordert natürlich wesentlich mehr von einem Menschen, als die präkonventionellen oder konventionellen Formen des Zusammenseins, aber es erlaubt auch mehr Fülle und Möglichkeiten. Die üblichen Regeln und Absprachen gelten nicht mehr, aber es ist dennoch wichtig, voneinander zu wissen, was einem gut tut und was nicht. Von daher fordert so ein Zusammensein vor allem Klarheit und Verantwortung für die eigenen Gefühle und Bedürfnisse, so dass die vermittelt werden können, ohne vorschnelle Annahmen zu machen oder zu erwarten, dass der ander besser weiß, was ich brauche, als ich selber (und ihn dann dafür zu kritisieren, nicht auf mich achtgegeben zu haben).</p>
<p>Ich empfinde das als große Herausforderung, im postiven, wie im negativen Sinne. Das heißt, ich merke, wie ich an dieser Stelle wirklich sehr klar sein und Position beziehen muss, damit der Kontakt schön ist, womit ich mich selbst auch besser kennenlerne. Zuweilen fühl ich mich auch überfordert, habe Angst mich zu zeigen und mein Gegenüber zu verlieren. Ich glaub aber, dass es eine Kunst gibt, diesen Kontakt in seiner Tiefe immer wieder zu finden und gleichzeitig ihn mit Leichtigkeit mit vielen Menschen zu leben. Das möchte ich gerne.</p>
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